Kommunales Netzwerk Humandienste Hofbieber

Schöne Aussichten für das Alter …

Zukunftsorientierte und qualifizierte Strukturen für Senioren.

Gemeinde Hofbieber und Mediana Akademie wollen gemeinsamen Weg gehen / Offizieller Projektstart: Kommunales Netzwerk für Humandienste Hofbieber.

Angesichts des demografischen Wandels bewegt sich viel in Deutschland: Senioren-WGs werden gegründet, bürgerschaftliches Engagement wächst oder wird zumindest postuliert, betreute Hausgemeinschaften bilden sich, ambulante Wohn- und Pflegeformen werden allenthalben ausprobiert, soziale Netwerke werden wieder, werden neu geknüpft.

Vorbei scheinen nunmehr die Zeiten, in denen nur mit dem Bau von Pflegeheimen dem demografischen Wandel begegnet wird. Die Menschen in den Regionen, in Städten und Gemeinden wollen ihr Schicksal selbst (mit)bestimmen und das Leben im Alter aktiv gestalten. Denn verwaltet und verwahrt werden und andere über sich bestimmen lassen – wer will das schon?

Die Gemeinde Hofbieber hat jetzt den Entschluss gefasst, sich auch zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern auf den Weg zu machen, und die Zukunft angesichts des demografischen Wandels zu gestalten. Zusammen mit der Mediana Akademie (Fulda) wurde daher jetzt das Kommunale Netzwerk Humandienste Hofbieber (KNHH) gegründet. Die Ideen und Konzepte, die diesem Netzwerk zugrunde liegen, wurden auf einer Pressekonferenz in Hofbieber der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das gemeinsame Ziel, so Hofbiebers Bürgermeister Marcus Schafft, sei in erster Linie der Aufbau von Betreuungs- und Versorgungsstrukturen für die älteren Bürgerinnen und Bürger in Hofbieber. Da bei dieser Aufgabe zum einen vorhandene Strukturen und Netzwerke in der Gemeinde wichtig seien, aber auch Erfahrungen aus der Gesundheits- und Pflegebranche implementiert werden müssen, habe man nach einem Profi in diesem Sektor gesucht und sei sehr froh, mit der Mediana Akademie einen hervorragenden Partner aus der Region gefunden zu haben, der mittlerweile weit über die Grenzen von Hessen akzeptiert und anerkannt sei.

Nach den Vorstellungen der Mediana Akademie soll das Kommunale Netzwerk Humandienste Hofbieber (KNHH) die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Hofbieber bei der Bewältigung des Alltags unterstützen, ihnen helfen und gleichzeitig herausarbeiten, welche Hilfestellungen besonders ältere und/oder pflegebedürftige Menschen in der Großgemeinde benötigen. „Das Netzwerk soll also zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern nach Lösungen suchen und nicht Gutes und Bewährtes in starre Vorhaben pressen“, so Mediana-Geschäftsführer Dr. Stefan Arend.

So sei eine aktive Mitarbeit verschiedener Gruppen, Verbände, Vereine oder engagierter Hofbieberer sehr wichtig und unerlässlich.

Das Werden des Netzwerkes könne man sich am besten in drei Schritten vorstellen: „Zunächst wird erarbeitet, was an Hilfen und Strukturen bereits vorhanden ist. Dann wird gemeinsam geschaut, welche Unterstützungen in Zukunft nötig sind, um dann im dritten Schritt, möglichst zeitnah zu konkreten Maßnahmen, Projekten und Einrichtungen zu gelangen“, erläuterte Dr. Arend.

Als mögliche Beispiele nannte Markus Otto von der Mediana-Leitung, die Schaffung eine „Rund-Um-Versorgung“ mit zentraler Anlauf- und Beratungsstelle, vielfältige Unterstützungen im häuslichen Umfeld, Hilfestellungen für pflegende Angehörige. „Vielleicht stellen wir aber auch im Netzwerk gemeinsam fest, dass wir in der Gemeinde ambulant betreute Wohngruppen für pflegebedürftige Damen und Herren benötigen oder Kurzzeitpflege schaffen müssen. Man wird sehen! Auf jeden Fall bestimmen dies alles die Bürgerinnen und Bürger selbst, denn sie wissen am besten, was gut und sinnvoll ist“, so Markus Otto.

Derzeit arbeitet die Mediana Akademie zusammen mit der Gemeindeverwaltung an einer Strukturerhebung zur Sammlung aller relevanten Daten, die dann den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden kann. So kann man bald nachlesen, wo welche Einrichtungen (Lebensmittelladen, Apotheke usw.) vorhanden sind, welcher Arzt wann Sprechstunde hat, wo es Krankengymnastik gibt, welche Vereine welche Dienste anbieten und wie man Hilfe von der Gemeinde bekommen kann. Und diese Daten gibt es dann auch im Herbst im Internet.

Als besondere Überraschung präsentierte die Mediana Akademie zur Pressekonferenz bereits das Logo des Netzwerkes. Denn bei einem solchen Projekt, so Dr. Stefan Arend und Markus Otto, sei es von größter Wichtigkeit, dass sich die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an auch ein Bild von dieser Idee machen können.

 

Foto PressekonferenzSabine Schlöder, Marcus Schafft, Markus Otto
von der Mediana-Geschäftsleitung und
Mediana-Geschäftsführer Dr. Stefan Arend
präsentierten das „Kommunale Netzwerk
Humandienste Hofbieber“ in einer Pressekonferenz.

Mediana Akademie